Ausstellungen
"...und das, wo sie doch Deutschland so liebten!" – Exil – innere Emigration – Remigration nach 1945
Nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler setzte 1933 eine maßlose Judenverfolgung und die vollständige Unterdrückung jeglicher Opposition ein. Viele, die die Gefahr erkannten, ergriffen die Flucht ins Ausland. Doch Exil bedeutete auch Entwurzelung, Existenzbedrohung und nicht zuletzt wegen der Sprachprobleme Isolation. Andere Gegner des Nationalsozialismus blieben und traten die innere Emigration an. Nach Kriegsende war nicht wenigen Exilanten die Heimat fremd geworden. Andere trugen maßgeblich zur Entwicklung von Demokratie und Rechtsstaat in der Bundesrepublik Deutschland bei. Eine Ausstellung, die von der ökumenischen Arbeitsgruppe "Gedenktag 27. Januar" vorbereitet wurde, erinnert an das Schicksal der Exilanten.
26.–29. Januar 2012, 9.00–17.00 Uhr, Ausstellung im Mainzer Dom
Veranstaltungen:
- 26. Januar 2012, 18.00 Uhr
Vernissage zur Ausstellung mit Landtagspräsident Joachim Mertes und Generalvikar Dietmar Giebelmann - 27. Januar 2012, 16.00 Uhr | 28. Januar 2012, 12.00 Uhr | 29. Januar 2012, 16.00 Uhr
Gebet im Dom - 17. Januar 2012, 20.00 Uhr
„Exil und innere Emigration. Eine Betrachtung über Lebensläufe“, Vortrag von Prof. Dr. Hermann Kurzke, Mainz in der Katholischen Hochschulgemeinde Mainz, Saarstraße 20
30. Januar bis 15. Februar, 9.00–17.00 Uhr: Ausstellung in der Christuskirche
Veranstaltung:
- 3. Februar, 19.30 Uhr
Texte von Exilsautorinnen und –autoren, Lesung im Foyer der Christuskirche
Es lesen: Generalvikar Dietmar Giebelmann (Bistum Mainz), Propst Dr. Klaus-Volker Schütz (Evangelische Kirche Hessen und Nassau), Dr. Peter Waldmann (Landesverband der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz
Archiv
"Hier stehe ich... konfirmiert" (5. bis 16. Oktober 2011)
Die Ausstellung, die vom 5. bis 16. Oktober 2011 im Foyer der Christuskirche zu sehen ist, ist eine Auseinandersetzung der Künstlerin Margarita Siebke mit frisch Konfirmierten aus verschiedenen Jahrgängen der Gegenwart und der Vergangenheit in Bildern.
Die Arbeiten entstanden im Rahmen der Prüfung, die Frau Siebke im Sommer 2010 an der Kunstwerkstatt Mainz abgelegt hat.
Im Zuge dieser Arbeit stieß die Künstlerin auf ein Foto von Konfirmierten aus dem Jahr 1950. Die ausdrucksstarken Gesichter der Konfirmierten auf diesem Foto, berührten die Künstlerin so, dass Sie sich intensiv zeichnerisch und malerisch mit diesen Gesichtern auseinandersetzte. So entstanden eine Reihe von Arbeiten, die von der Nachkriegszeit, kurz nach den Hungerjahren, handeln, wie sie sich in diesen Gesichtern spiegelt. Als Kinder des Krieges waren sie sich dessen nicht bewusst, denn der Krieg war die Welt, in der sie aufwuchsen.
In Weiterführung zu diesen Bildern hängen in der Ausstellung auch noch zwei Bilder, in denen sich die Künstlerin mit Konfirmierten der Gegenwart auseinandersetzt.
Herzlich dürfen wir Sie zu einer Vernissage am Sonntag, den 9. Oktober 2011 um 11.30 Uhr nach dem Jubiläumsgottesdienst der Goldenen Konfirmanden ins Foyer der Christuskirche einladen.
- Ort: Foyer der Christuskirche Mainz
- Öffnungszeiten: Täglich außer Freitag 9-18 Uhr, Freitag 12-18 Uhr
- Mi und Sa von 15.00-16.00 Uhr ist die Künstlerin anwesend.
- Vernissage, am 9. Oktober 2011, 11.30 Uhr
Über die Künstlerin:
Margarita Siebke lebt und arbeitet in Mainz. Sie ist 1960 in Burg auf Fehmarn geboren, studierte in Tübingen, Philadelphia und Heidelberg Ev. Theologie und arbeitete von 1992-2010 als Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Hessen – Nassau.
2003 begann Sie intensiv nach inneren Bilder zu malen, woraufhin Sie 2005 Kurse der vhs-Mainz besuchte. 2006 nahm Sie eine nebenberufliche künstlerische Fortbildung an der Kunstwerkstatt der vhs-Mainz auf, die sie 2010 mit Auszeichnung abschloss. Sie arbeitet seither als freie bildende Künstlerin in Mainz.
Kontakt:
Margarita Siebke
Schusterstr. 56
55116 Mainz
Tel: 06131-4940788
E-mail: m.siebke[at]t-online.de
www.margarita-siebke-art.com
Vom 1. bis 15. September 2011, Foyer der Christuskirche
„Die Überlebenden sind die Ausnahme. Der Völkermord an den Sinti und Roma"Die Ausstellung im Foyer der Christuskirche ist täglich geöffnet im Rahmen der offenen Kirche, täglich außer freitags zwischen 9 und 18 Uhr, freitags 12-18 Uhr.
Die Ausstellung "Die Überlebenden sind die Ausnahme" wurde im Rahmen des Landauer Modell-projektes vom rheinland-pfälzischen Landesverband entwickelt und gestaltet. Das Völkermord-geschehen wird nicht nur anhand von Fotos und Dokumenten der Verfolger dargestellt, sondern die leidvollen Erfahrungen und Erinnerungen stehen im Mittelpunkt. So sind die Überlebenden die eigentlichen Erzähler und Gestalter dieser Ausstellung. Ausgangspunkt ist das historische Geschehen in der südlichen Pfalz, die nicht nur seit Jahrhunderten die Heimat vieler Sinti ist, sondern auch ein Hauptort der Erfassung und Selektion durch die „NS-Rassebiologen" war. Doch was mit regionalem Bezug aufgezeigt wird, steht stellvertretend für das Ganze, für den in der Geschichte der Menschheit einzigartigen, weil bürokratisch geplanten und systematisch vollzogenen rassistischen Völkermord an Juden, Sinti und Roma.
Jacques Delfeld (Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma) betont die Botschaft der Ausstellung: " Dem Hass widerstehen und für die Würde des Menschen eintreten". Dies ist gerade heute, in einer Zeit in der gewaltbereiter Rassismus wieder um sich greift von besonderer Bedeutung.
Ausstellungseröffnung und Gespräch zur aktuellen Situation der Sinti und Roma
anlässlich des 67. Jahrestages der Auflösung des so genannten "Zigeunerlagers" in Auschwitz-Birkenau am 2. August 1944 am Dienstag, den 2. August 2011 um 19.30 Uhr
in der Christuskirche in Mainz.
Anlässlich des Jahrestages der Auflösung des so genannten „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau am 2. August 1944 gedenken die Evangelische Christuskirchengemeinde und der rheinland-pfälzische Landesverband Deutscher Sinti und Roma der nationalsozialistischen Verfolgung der Minderheit. In der Nacht vom 2. auf den 3. August wurden die noch im Lager verbliebenen 2897 Sinti und Roma – vor allem alte Menschen, Frauen und Kinder –in den Gaskammern ermordet.
Es sprechen:
Pfarrer Warneck, Evangelische Christuskirchengemeinde
Jacques Delfeld, Vorsitzender Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz
Begleitveranstaltung: „Roma – Europas größte Minderheit“,
Freitag, den 12. August 2011, 19.30 Uhr in der Christuskirche
Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Öffnung der Staaten Mittel- und Osteuropas konnten dort teilweise menschen- und minderheitenrechtliche Mindeststandards und Elemente gesellschaftlicher und politischer Teilhabe durchgesetzt werden. Trotzdem ist die Lage der Roma in weiten Teilen von extremer Verarmung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt geprägt. Im Zuge der Ost-West-Migration seit 1990 sind in zahlreichen Staaten Westeuropas rassistisch motivierte Gewalt und Diskriminierung gegenüber Roma und Sinti deutlich angestiegen. Was aber lässt Roma länderübergreifend zum Ziel von öffentlicher Diffamierung durch Politik und Medien bis hin zu rassistischen Übergriffen bis zum Mord werden?
Herbert Heuß, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, wird zu diesem Thema sprechen. Wir laden herzlich dazu ein.
Am Sonntagmorgen, den 22. Juni 1941 begann auf breiter Front der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Er begann als Vernichtungskrieg und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches.
Noch gibt es auf beiden Seiten Menschen, die diese Hölle durchschritten und überlebt haben. Die Folgen dieses Überfalls tragen wir auf beiden Seiten bis heute.
Anlässlich des 27. Januars 2011 war für eine kurze Zeit im Mainzer Dom eine Ausstellung zu sehen mit dem Titel „´Iwans ´ schreckliches Leid – Deutsche Erinnerungen zum 70. Jahrestag des Angriffs auf die UdSSR“. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“ des Bischöflichen Ordinariats Mainz, die diese Ausstellung erarbeitet hat, zeigen wir sie ab dem 22. Juni drei Wochen lang im Foyer der Christuskirche.
Eröffnung der Ausstellung
- Mi., 22. Juni 2011: 19.30 Uhr, Ökumenische Andacht zum 70. Jahrestag
- Mi., 22. Juni 2011: 20.00 Uhr, Eröffnung der Ausstellung im Foyer der Christuskirche
mit Einführung durch ein Mitglied der Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“ des Bischöflichen Ordinariats Mainz
Die Ausstellung ist bis zum 12.7. täglich außer freitags geöffnet zwischen 9 und 18 Uhr, freitags von 12-18 Uhr.
Begleitprogramm
- So., den 26. Juni 2011: „`...bis in die 3. und 4. Generation´ (2. Gebot) - welch eine Verheißung! Wir wurzeln viel tiefer.“ Gottesdienst zum 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion
- Fr., den 1. Juli 2011: 19.30 Uhr Lesung aus dem Buch „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer, im Foyer der Christuskirche (Rollstuhl-gerecht)
- Fr., den 8. Juli 2011: 19.30 Uhr Film „Geh und sieh“ des russischen Regisseurs Elem Klimow im Foyer der Christuskirche (Rollstuhl-gerecht) - Eintritt frei
Eine Rauminstallation der besonderen Art. Lassen sich von vom Wasserbecken rund um den Altar inspirieren zu neuen Blickwickeln verleiten.
Die Eröffnung fand am 6. August 2010, um 19.30 Uhr in der Christuskirche statt.
Michael Wolff gab an diesem Abend eine Einführung in die Installation.
Unter diesem Titel wurde im August und September 2010 von der Evangelischen Stadtkirchenarbeit Mainz in Kooperation mit der Präsenz-Galerie in Gnadenthal in der Christuskirche eine Ausstellung mit Begleitprogramm zum 75. Geburtstag von Andreas Felger in Mainz durchgeführt.
Zum 75. Geburtstag des Künstlers Andreas Felger sollten die verschiedenen Facetten seines Wirkens aufgezeigt werden und aus dem Blickwinkel des Jahres 2010 gewürdigt werden.
Seine Arbeiten zu religiösen Themen spielten dabei natürlich gerade im Kontext des Kirchenraums eine besondere Rolle. Andersseits galt es aber auch, - jenseits bestimmter Klischees - weitere wichtige Aspekte seines Schaffens gerade in den letzten Jahren deutlich zu machen.
Im Zusammenhang des Gesamtprojektes wurden u.a. Vorträge und ein Gottesdienst zentrale Themen des christlichen Glaubens aufgegriffen und diese in Beziehung zur Arbeit von Andreas Felger gesetzt.
Die Eröffnung fand am 26.August um 18.00 Uhr in der Christuskirche statt.
Andreas Felger war an diesem Abend persönlich anwesend.
Zum Begleitprogramm dieses Projektes gehörten u.a.
- ein Gottesdienst in der Ev. Auferstehungskirche mit Bezugnahme auf Arbeiten von Andreas Felger dort
- Vorträge von: Pater Anselm Grün, Dr. Oliver Kohler, Karl Kardinal Lehmann, Propst Dr. Klaus-Volker Schütz, Prof. Fulbert Steffensky
"Kunst trotz(t) Armut" - Vom 06. Oktober bis 1. November 2009 war in der Christuskirche und im Mainzer Rathaus die Ausstellung "Kunst trot(zt) Armut" der Evang. Obdachlosenhilfe e. V. und des Diakonischen Werkes der EKD zu sehen.